Über
Nils Peters
Dipl.-Kaufmann · Solutions Architect für KI und Datenauswertung in Kirche und Sozialwirtschaft
Ich entwerfe und baue Systeme für kirchliche und sozialwirtschaftliche Träger und werte deren Daten aus, als Solutions Architect, nicht als Jurist. Die Frage, die ich beantworte, ist eine technische: Wie muss eine Lösung gebaut sein, damit sie im Alltag eines Trägers wirklich trägt und den Regeln standhält, unter denen dieser Träger arbeitet.
Nicht jede Aufgabe braucht KI. Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, Daten aus gewachsenen Verwaltungs- und Buchhaltungssystemen überhaupt erst auswertbar zu machen: Bestände zusammenführen, Strukturen erkennen, Zahlen belastbar aufbereiten. Das ist solides Handwerk mit Python und SQL, nachvollziehbar und reproduzierbar, und in vielen Fällen der schnellere und ehrlichere Weg zum Ergebnis. KI setze ich dort ein, wo sie einer Aufgabe wirklich gewachsen ist, und nicht, weil sie gerade erwartet wird.
Ich arbeite freiberuflich. In größeren Vorhaben geschieht das meist im Verbund mit spezialisierten Häusern, die die fachliche, juristische oder verwaltungsseitige Perspektive einbringen. Meine Rolle darin ist die Architektur und die Umsetzung: die Entscheidung, welche Komponenten wo laufen, welche Daten sie sehen dürfen und was am Ende tatsächlich in Betrieb geht.
Der Hintergrund verbindet Betriebswirtschaft (Diplom-Kaufmann) mit langjähriger Praxis in Softwareentwicklung und KI-Implementierung, und einem wachsenden Schwerpunkt auf dem, was den kirchlichen und sozialwirtschaftlichen Sektor ausmacht: seine Strukturen, seine Werte und die besonderen Regeln, unter denen er arbeitet (KDG, DSG-EKD, Mitbestimmung).
Diese Kombination ist selten. Die meisten, die KI implementieren, kennen den kirchlichen Kontext nicht. Und die meisten, die den kirchlichen Kontext kennen, bauen keine KI-Systeme.
Wo KI zum Einsatz kommt, heißt das konkret: quelloffene Modelle statt Abhängigkeit von einem einzelnen US-Anbieter, EU-Hosting oder eigener Server je nach Schutzbedarf der Daten, Systeme mit Mandanten-Trennung und Rechtekonzept, und Anwendungen, die Mitarbeitende wirklich entlasten, von der Protokollerstellung bis zur Recherche.
Ich ersetze keine Rechtsberatung. Wo eine juristische Bewertung nötig ist, gehört sie in die Hände einer Kanzlei oder des betrieblichen Datenschutzbeauftragten. Mein Beitrag ist die Architektur: Systeme, die von vornherein so gebaut sind, dass sie diese Anforderungen erfüllen, statt sie nachträglich zu reparieren.
Warum diese Seite und der Newsletter
In Projekten kehren dieselben Fragen wieder, und ihre Antworten stehen nirgends zusammen. Die allgemeine Ratgeberliteratur zu KI endet beim Stichwort DSGVO. Für Kirche und Diakonie fängt es dort aber erst an: KDG und DSG-EKD sind ein eigener Rechtskreis mit eigenen Aufsichten, dazu kommen Mitarbeitervertretungsrecht und gewachsene Verwaltungsstrukturen. Wer ein System bauen soll, findet zu diesen Punkten wenig, was über eine Einführung hinausgeht.
Diese Seite schreibt deshalb auf, was bei der Arbeit an solchen Systemen anfällt. Eine Frage pro Ausgabe, technisch beantwortet, mit geprüften Quellen und ohne Produktempfehlung. Geschrieben für die, die solche Systeme verantworten müssen: IT-Verantwortliche in Ämtern, Kirchenkreisen und Trägern. Der Newsletter ist nur der Verteilweg dafür, jede Ausgabe steht auch hier auf der Seite.
Die Seite ist zugleich ein Beleg. Sie setzt keine Cookies, misst nichts, lädt keine Schriften und keine Skripte von Dritten nach und liegt auf einem Server in Deutschland. Auch die Anmeldung zum Newsletter läuft ohne fremdes JavaScript im Browser. Wer Datenschutz empfiehlt, sollte ihn am eigenen Beispiel vorführen können.